Was kann ich selber tun?

Wie kann ich mich vor Ansteckung mit einem "Krankenhauskeim" schützen?

Die Besiedlung oder Infektion mit sogenannten "Krankenhauskeimen" ist ein komplexes Geschehen und von vielen Faktoren abhängig. Während der sogenannte Methicillin resistente Staphylokokkus aureus (MRSA) häufig durch eine Übertragung erworben wird, sind andere Erreger (z. B. sogenannte gram-negative) häufig Bestandteil unserer Körperflora, v.a. des Darms. Das heißt also nicht alle "Krankenhauskeime" werden durch eine Übertragung erworben. Für den Patienten selber ist es schwierig, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Prinzipiell sind die Regeln der persönlichen Hygiene ausreichend.

Um ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den Mitarbeitern und Patienten sowie Angehörigen zu unterstützen, wurde die Kampagne "Hand in Hand" entworfen.

Wann sollte ich einen Krankenhausmitarbeiter auf die Handhygiene ansprechen?

Wenn die Mitarbeiter an Ihnen Handlungen vornehmen (Waschen, Verbände, Blutentnahmen, Anlage oder Manipulation an Kathetern etc.) müssen Sie sich unmittelbar vorher die Hände desinfizieren. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie versuchen die Mitarbeiter darauf anzusprechen. Ärzte müssen in den gleichen Situationen eine Händedesinfektion machen wie Pflegekräfte und sind demzufolge genauso anzusprechen wie eine Pflegekraft. Es sollte hierbei keine Unterschiede geben. Aus Untersuchungen wissen wir, dass es für Patienten und auch Angehörige generell schwierig ist, dass Personal auf vermeintliche Versäumnisse aufmerksam zu machen, speziell bei Ärzten ist die Barriere noch höher. In einem Klima des gegenseitigen Vertrauens sollte ein solcher Austausch unabhängig von der Berufsgruppe aber möglich sein.